Der richtige Trekkingrucksack

Bei der Wahl des Trekkingrucksacks tun sich viele schwer, und manche machen sich überhaupt keine Gedanken - was böse Folgen haben kann. Ich möchte euch folgend zeigen worauf ihr beim Kauf eines Trekkingrucksacks achten solltet.

Die richtige Größe

Was ist die richtige Größe? Darauf gibt es keine Pauschalantwort, der Rucksack richtet sich nach euch und eurer Tour. Es gibt

  • die kleinen ab 30 Liter anfangende Tourenrucksäcke,
  • die zwischen 60 und 90 Liter Trekkingrucksäcke für mehrwöchige Touren
  • und die großen Expeditionsrucksäcke, ab 90 Liter und aufwärts.

Ich selbst habe mich für den Deuter Aircontact 75+10 entschieden. Er ist mit effektiven 85L einer der größeren Trekkingrucksäcke und vollkommen ausreichend für eine mehrwöchige Trekkingtour.

Welcher Rucksack der Richtige für euch ist, müsst ihr für euch entscheiden, je nachdem wie lange ihr unterwegs seid und wie viel Equipment ihr mitnimmt. Eine große Auswahl verschiedenster Trekkingrucksäcke findet ihr zum Beispiel auf Globetrotter.de oder Bergfreunde.de.

Der richtige Aufbau

Ein Trekkingrucksack sollte über ein Zweikammersystem mit Frontöffnung verfügen, damit man nicht erst den ganzen Rucksack auspacken muss, um an den Schlafsack und die Isomatte zu gelangen, die sich relativ weit unten im Rucksack befinden sollten - dazu später mehr.

Kompressionsriemen kann man am Trekkingrucksack nicht genug haben. Sie sorgen dafür, dass dein Equipment im Rucksack nicht verrutscht und fest sitzt.

Kommen wir zum Tragesystem - Tragesysteme bestehen meisten aus zwei parallel verlaufenden Aluminiumstangen die sich im Rückenbereich des Rucksacks befinden. Sie leiten den größten Teil des Gewichtes vom Rücken auf die Hüfte ab. Dabei spielen die Hüftflossen, die mindesten handbreit sein sollten, eine große Rolle - denn nur so kann das Gewicht effektiv übertragen werden.

Mit Hilfe von Lastenriemen, kann man den Rucksack näher an den Körper holen, um mehr Kontrolle über das Gewicht zu haben. Dabei wird der Schwerpunkt des Rucksacks an den des Körpers angepasst. Wichtig ist dabei zu wissen, dass um so näher der Rucksack an den Körper ran geholt wird, sich das Gewicht von Hüpfte auf die Schultern verlagert.

Und als letztes ist es immer gut ein bereits integriertes Raincover zu haben.

Richtig packen

Der Schwerpunkt des Rucksacks muss über dem eigenen Körperschwerpunkt und möglichst dicht am Körper liegen. Somit sollten schwere Ausrüstungsgegenstände wie Zelt und Proviant nah an den Rücken und relativ weit nach oben gepackt werden.

Rucksack: Aufbau

In das Bodenfach kommen leichte Sachen wie Schlafsack und Bekleidung. Wichtig hierbei ist, dass das Bodenfach immer prall gepackt sein sollte, damit das Tragesystem das Gewicht des Rucksacks richtig auf die Hüfte übertragen kann. Sollte das nicht möglich sein, so könnt ihr bei den meisten Rücksäcken auch den Zwischenboden, der die beiden Rucksackkammern unterteilt, öffnen.

Mittelschwere Sachen platzieren wir um die schweren Ausrüstungsgegenstände drum herum nach außen.

Sachen an die wir immer schnell herankommen sollten wie die erste Hilfe Tasche, Kamera und Handy verstauen wir in der Deckeltasche.

Und hier kommen noch zwei zusätzliche Tipps:

  1. Packt das Zelt in Einzelteilen in den Rucksack um so auch den letzten Freiraum nutzen können.
  2. Anstatt einen großen Packsack für eure Kleidung zu verwenden, nutzt mehrere kleinere Ziplocbeutel. So könnt ihr auch die letzte Ecke eures Rucksacks wie Füllmaterial befüllen.

Richtig einstellen

Als erstes lockern wir die Lastenriemen, Schultergurte und Hüftgurt so weit wie möglich und setzen den Rucksack auf.

Nun schließen wir den Hüftgurt und ziehen ihn fest an. Erst jetzt ziehen wir die Schultergurte straff und schließen den Brustgurt. Der Brustgurt wird nicht fest angezogen, sondern so eingestellt das die Schultergurte lediglich nicht nach außen rutschen können.

Der Lastenriemen wird wie bereits oben beschrieben je nach Passage eingestellt. Um so mehr er angezogen wird, um so mehr Kontrolle haben wir über das Gewicht, aber umso mehr Gewicht ist auf dem Rücken.

Beitragsbild von Kitty Terwolbeck. Lizenziert unter CC BY 2.0.

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