Das richtige Zelt

Es geht raus in die Wildnis, man hat eh schon viel im Rucksack und nun kommt noch das Zelt hinzu. Ist es evtl. zu groß? Evtl. zu schwer? Evtl. das falsche für meine Einsatzzwecke? Oder schlicht und ergreifend zu schlecht verarbeitet?

Ich zeig euch worauf ihr bei einem Zelt für eine Trekkingtour achten solltet, welches das Richtige für euch ist und gebe meine persönliche Empfehlung, denn das richtige Trekkingzelt erkennt man nicht nur an seiner Optik!

Wie groß sollte es sein?

Nun, es ergibt Sinn, je nach dem mit wie vielen Leuten man unterwegs ist, sich Zelte zu teilen, denn so kann man insgesamt an Gewicht sparen. Nehmt aber nicht größere Zelte als ihr wirklich braucht.

Seid ihr alleine unterwegs so nehmt ein Einpersonen Trekkingzelt. Diese bieten oftmals auch zusätzlich Platz für das Equipment und sind auch kompakt und leicht.

Welche Art von Zelt sollte man benutzen?

Es gibt unterschiedlichste Arten von Zelten, angefangen bei den bekannten Kuppelzelten, welche eine schlechte Raumausnutzung haben, über die windanfälligen Tunnelzelte, hin zu den spitzen Geodätszelten.

Nun, gehen wir einfach campen, reicht in der Regel ein einfaches Kuppelzelt vom Discounter. Sie sind schnell und einfach aufgebaut, kosten nicht viel und erfüllen grundlegend ihren Zweck.
Sie sind aber wie ich bereits schrieb, von der Raumausnutzung nicht ideal und sind in der Regel für 2 bis 3 Personen. Also für eine einzelne Person und für größere Truppen ungeeignet.

Bei einem Tunnelzelt handelt es sich um ein längliches Zelt für 1 bis 10 Personen. Auf Grund der Länge ist es aber relativ anfällig für Wind. Um das auszugleichen braucht man entsprechend höherwertige Materialien und somit ist das Tunnelzelt ab den mittleren Preissektor anzusiedeln.

Geodätszelte sind kuppelähnliche Zelte - haben aber mehr Stangen und viele kleine Außenflächen und bilden eine Art Halbkugel. Sind sind kaum Windanfällig und haben eine bessere Raumausnutzung als einfache Kuppelzelte. Sie sind aber aufgrund ihrer Komplexität im mittleren bis hohen Preissektor anzusiedeln.

Achtet man beim Kauf auf die entsprechende Qualität und möchte nicht eine Expedition mit sehr hohen Ansprüchen machen, so rate ich euch ein Tunnelzelt zu kaufen. Tunnelzelte sind leicht, haben eine gute Raumausnutzung und sind wenn sie richtig aufgebaut und abgespannt sind auch für schlechtes Wetter geeignet.

Worauf sollte man sonst noch achten?

Man kann ansonsten direkt beim Kauf eines Zeltes nicht direkte Schwachstellen erkennen, daher bietet es sich an, das Zelt einfach mal zu testen um eine eigene Meinung machen zu können. Dabei ist wichtig:

  • Stabil und sicher:
    Unvermeidlich für einen sicheren Stand des Zeltes sind Abspannleinen und Zeltgestänge aus Aluminium.
  • Trocken:
    Das Zelt sollte über ausstellbare Fenster bzw. Lüftungen verfügen, damit die Bildung von Kondenswasser reduziert werden kann. Das Außenmaterial und der Boden sollten eine hohe Wassersäule beziffern. Umso höher der Wert, umso höher die Wasserdichtigkeit.
  • Genug Stauraum:
    Mindestens einen kleinen Vorraum sollte das Zelt besitzen. Dieses dient dann als Gepäckaufbewahrung oder als kleine Kochnische  - falls das Wetter mal nicht mitspielen sollte.

Meine Empfehlung

Mein persönlicher Kauftipp, falls ihr allein unterwegs seid, ist das Wechsel Aurora 1. Es ist in Anschaffung mit rund 350€ eines der günstigeren Modelle, aber ist mit rund 2kg sehr leicht, sehr strapazierfähig und kann selbst hohe Lasten von Schnee halten.

Es bietet reichlich Platz für eine Person und im Eingangsbereich noch genug Platz für einen großen Trekkingrucksack und dem restlichen Equipment.

Ich selbst habe es bereits in Schweden dabei gehabt - dort trotzte es ohne Probleme herbstlichen Sturzregen.

Wechsel bietet auch eine Vielzahl von verschiedenen anderen Tunnelzelten und Geodätszelten an, von denen man ebenfalls nur gutes hört: Wechsel Tents auf Globetrotter    

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