Der richtige Schlafsack

Draußen schlafen? Aber nur mit dem richtigen Schlafsack! Aber welcher ist der Richtige?
Ich zeig euch worauf ihr beim Schlafsackkauf achten solltet.

Temperaturbereich

Beim Kauf von einen Schlafsack muss man sich nach Jahreszeit und Temperatur richten. Denn es gibt nicht "den einen" Schlafsack, sondern nur den Richtigen für die entsprechende Temperatur.

Und hier kommen drei verschiedene Temperaturbereiche ins Spiel:

  1. Komfortbereich: Die Temperatur in der man ohne zu frieren schlafen kann.
  2. Grenzbereich/Limit: Die Temperatur in der man mit zusätzlicher Kleidung bzw. zusätzlicher Isolierung ohne zu frieren schlafen kann.
  3. Extrembereich: Die Temperatur in der man ohne das Risiko des Todes durch Unterkühlung aushalten kann.

Diese Werte die durch die EU-Norm EN 13537 definiert sind, beziehen sich auf Personen mit durchschnittlicher Kälteempfindung. Man friert aber schneller, wenn man zum Beispiel kaum oder wenig Nahrung zu sich genommen hat, da der Körper in den Energiesparmodus geht und weniger von den aufgenommenen Kalorien in Körperwärme umwandelt.

So ist es wichtig, dass ihr euch bei der Wahl des Schlafsackes idealerweise im Komfortbereich bewegt, um auch bei gewissen Outdoorsituationen, trotz allem, einen guten und vor allem warmen Schlaf habt.

Material

Kunstfaser oder Daune? Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile:

Daune ist im Wärme-Gewichtsverhältnis einmalig und klein im Packmaß. Daunenschlafsäcke sind dafür aber in feuchten Gebieten ungeeignet, da sie Feuchtigkeit ziehen und somit nutzlos sind.

Kunstfaser ist schwerer als Daune, weniger komprimierbar und hat eine kürzere Lebensdauer. Dafür sind Kunstfaserschlafsäcke ideal für Feuchtgebiete, denn sie isolieren auch feucht noch zu 70%. Zusätzlich trocknen Kunstfaserschlafsäcke schneller und sind in der Anschaffung günstiger.

Größe

Beim Einsatz in kühleren Gegenden ist es wichtig, dass man die richtige Schlafsackgröße wählt. Sollte der Schlafsack zu groß sein, muss der Körper mehr Luft erwärmen und somit wird mehr Energie verbraucht. Ist der Schlafsack zu klein, haben wir nicht nur eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit, sondern auch zu wenig Luft die der Isolierung dient. Haltet euch also an den Vorgaben der Hersteller, welcher Schlafsack für welche Körpergröße geeignet ist.

Features

Nun kommen wir zu den Punkten, die einen qualitativ hochwertigen von einen schlechten Schlafsack unterscheiden:

  • Kapuze:
    Wir verlieren bis zu 30% unserer Körperwärme über den Kopf. Somit ist es unabdingbar eine Kapuze mit Kordelzug an unseren Schlafsack zu haben, um so den Wärmeverlust zu minimieren.
  • Wärmekragen:
    Ein Wärmekragen, der um den Hals gelegt wird, verhindert ein Entweichen der warmen Luft aus den Schlafsackinneren.
  • Abdeckleiste:
    Der Reißverschluss ist von innen mit einer isolierten Wulst abgedeckt und verhindert so, dass eine Kältebrücke entsteht.

Empfehlung

Meine Empfehlung ist die Starlight Serie von Mountain Equipment. Ein Klassiker unter den Schlafsäcken.

Mountain Equipment macht seit 1961 erstklassige Ausrüstungen, welche in Zusammenarbeit mit Outdoorspezialisten entwickelt wurden.

Beitragsbild von Nathalie Martin. Lizenziert unter CC BY-NC-ND 2.0.

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